Personalbedarfsplanung: Die wichtigsten Begriffe und Rechnungen

Eine zentrale Herausforderung für jedes Unternehmen ist die Ermittlung des Personalbedarfs. Entsprechend gerne wird in Prüfungen abgefragt, was man unter Bruttopersonalbedarf und Nettopersonalbedarf versteht. Und was ist eigentlich dieser fortgeschriebene Personalbestand? 

All diese Fragen werden in diesem Text geklärt. Außerdem zeige ich Dir, wie man die einzelnen Werte berechnen kann – unter anderem mit der häufig genutzten Kennzahlenmethode.

Was versteht man unter Bruttopersonalbedarf?

Der Bruttopersonalbedarf sagt aus, wie viele Mitarbeiter ein Unternehmen insgesamt braucht, um seine Ziele zu erreichen. Was die Ziele sind, kann ganz unterschiedlich sein: ein bestimmter Umsatz, eine gewisse Menge an hergestellten Produkten oder auch eine festgelegte Zahl von Kundenaufträgen, die bearbeitet werden muss.

Der Bruttopersonalbedarf ist also eine Plangröße bzw. ein Sollwert. Wie viele Mitarbeiter das Unternehmen bereits angestellt hat, welche Abgänge und Zugänge zu erwarten sind, spielt erstmal noch keine Rolle.

Wie Du den Bruttopersonalbedarf berechnen kannst, zeige ich Dir unten an einem Beispiel.

Was ist der Nettopersonalbedarf?

Als Nettopersonalbedarf bezeichnet man die Anzahl an Mitarbeitern, die ein Unternehmen neu einstellen bzw. entlassen muss, um den optimalen Personalbestand zu erreichen. Der optimale Personalbestand entspricht genau dem Bruttopersonalbedarf.

Um den Nettopersonalbedarf zu errechnen, schaut man sich also zwei Dinge an: Einerseits, wie viele Mitarbeiter insgesamt benötigt werden (Bruttopersonalbedarf), und andererseits, wie viele Mitarbeiter schon für das Unternehmen arbeiten bzw. arbeiten werden (der sogenannte fortgeschriebene Personalbestand).

Die Differenz aus diesen beiden Werten ergibt dann den Nettopersonalbedarf.

Mathematisch bedeutet das:

Nettopersonalbedarf = Bruttopersonalbedarf – fortgeschriebener Personalbedarf

Je nachdem, ob das Ergebnis positiv oder negativ ist, müssen neue Mitarbeiter eingestellt oder bisherige Mitarbeiter entlassen werden.

Brutto und netto bei unterschiedlichen Themen

Wenn Du schon eine Weile dabei bist, deine Weiterbildung durchzuziehen, hast Du wahrscheinlich bemerkt, dass die Begriffe brutto und netto in verschiedensten Zusammenhängen auftauchen. Die häufigsten Beispiele sind der Personalbestand und der Lagerbestand.

Das Gute daran ist: Grundsätzlich ist immer derselbe Gedanke gemeint. Brutto ist der Wert, den man insgesamt benötigt. Netto ist der Wert, den man hinzufügen oder entfernen muss, um den Bruttowert zu erreichen. Wenn Du Dir das merkst, hast Du für viele Prüfungsaufgaben dieser Art schon eine gute Basis.

Bei den Begriffen ist aber auch Vorsicht geboten: Solange es nicht um Geld geht, haben brutto und netto nichts mit dem zu tun, was Du aus dem Alltag kennst. Erst wenn es sich um Preise oder Lohnzahlungen handelt, haben brutto und netto wieder die allgemein bekannte Bedeutung.

Fortgeschriebener Personalbestand: Das Verbindungsstück zwischen brutto und netto

Wie Du oben in der Formel siehst, brauchst Du noch den sogenannten „fortgeschriebenen Personalbestand“, um vom Brutto- auf den Nettopersonalbedarf zu kommen.

Darunter versteht man die Zahl der Mitarbeiter, die zu dem Zeitpunkt im Unternehmen arbeiten werden, für den Du gerade den Bruttopersonalbedarf berechnest. Wenn Du beispielsweise im Dezember 2016 für das Jahr 2017 den Bruttopersonalbedarf planst, gehören zum fortgeschriebenen Personalbestand alle Mitarbeiter, die 2017 voraussichtlich im Unternehmen arbeiten werden.

Beim fortgeschriebenen Personalbestand werden also feststehende Kündigungen, bereits eingestellte, neue Mitarbeiter etc. berücksichtigt.

Als mathematische Formel sieht das Ganze folgendermaßen aus:

Aktueller Personalbestand
+ Personalzugänge
– Personalabgänge
= fortgeschriebener Personalbestand

Hier siehst Du nochmal die Zusammenhänge der einzelnen Werte. Auf Basis des aktuellen Personalbestandes wird der fortgeschriebene Personalbestand ausgerechnet. Von Bruttopersonalbedarf gelangt man über den fortgeschriebenen Personalbestand zum Nettopersonalbedarf.

Hier siehst Du nochmal die Zusammenhänge der einzelnen Werte. Auf Basis des aktuellen Personalbestandes wird der fortgeschriebene Personalbestand ausgerechnet. Von Bruttopersonalbedarf gelangt man über den fortgeschriebenen Personalbestand zum Nettopersonalbedarf.

Torben Naujokat, Gründer von Modulearn

Darf ich mich kurz bei dir vorstellen?

Moin moin, ich bin Torben Naujokat. Mein Ziel ist es, dir den IHK Fachwirt so einfach wie möglich zu gestalten. Dazu helfe ich dir mit verständlichen Erklärtexten, Lerntipps und Übungsaufgaben. Hört sich das gut an?

Hier erfährst du mehr.

Rechenbeispiel: Vom Brutto- zum Nettopersonalbedarf

Damit Dir die Zusammenhänge noch klarer werden und Du Dir vorstellen kannst, was in der Prüfung auf Dich zukommen könnte, habe ich noch ein kurzes Rechenbeispiel für Dich.

Die Ausgangssituation der Aufgabe ist folgende: Wir schauen uns ein Unternehmen an, das in seiner Fabrik Schreibtische produziert. Für die Produktionsabteilung soll berechnet werden, wie viele Mitarbeiter im kommenden Jahr eingestellt bzw. entlassen werden müssen.

Das Rechenbeispiel ist in drei Schwierigkeitsstufen eingeteilt, die aber grundsätzlich ähnliche Rechnungen durchführen. Du kannst Dir entweder eine Stufe aussuchen oder Du schaust Dir der Reihe nach alle Varianten an.

Im Unternehmen arbeiten zurzeit 25 Mitarbeiter, für das kommende Jahr werden 3 zusätzliche Fachkräfte benötigt, um alle Aufträge bearbeiten zu können. Außerdem hat Dir die Personalabteilung folgende Informationen gegeben: Ende des Jahres werden 5 Mitarbeiter in Rente gehen, 2 weitere fallen aus, weil sie in Elternzeit gehen. Dafür werden 3 Azubis aus anderen Abteilungen in die Produktion kommen und 1 neuer Mitarbeiter hat bereits seinen Vertrag unterschrieben. Er wird im neuen Jahr beginnen.

Wie hoch sind der Bruttopersonalbedarf, der fortgeschriebene Personalbestand und der Nettopersonalbedarf?

Bruttopersonalbedarf:

Der Wert zeigt an, wie viele Mitarbeiter insgesamt benötigt werden. Da aktuell 25 Mitarbeiter in der Produktion aktiv sind und 3 zusätzliche Fachkräfte gebraucht werden, ergibt sich folgende Rechnung:

Bruttopersonalbedarf = 25 + 3 = 28 Mitarbeiter

Fortgeschriebener Personalbestand:

Hier nehmen wir unsere bekannte Formel zur Berechnung:

Fortgeschriebener Personalbestand = Aktueller Personalbestand + geplante Personalzugänge – feststehende Personalabgänge

In Zahlen bedeutet das:

Fortgeschriebener Personalbestand = 25 + (3 +1) – (5 + 2) = 22

Erklärung: Mit (3 + 1) werden einerseits die Azubis und andererseits der neue Kollege berücksichtigt, der bereits einen Vertrag unterschrieben hat. (5+2) hingegen zeigt die bekannten Abgänge: 5 Mitarbeiter gehen in Rente, 2 weitere in die Elternzeit.

Nettopersonalbedarf:

Für die Berechnung greifen wir wieder auf unsere Formel aus der obigen Erklärung zurück und müssen nur noch die Werte einsetzen, die wir gerade berechnet haben:

Nettopersonalbedarf = Bruttopersonalbedarf – fortgeschriebener Personalbedarf

Nettopersonalbedarf = 28 – 22 = 6

Ergebnis: Das Unternehmen muss im kommenden Jahr 6 neue Mitarbeiter einstellen, um den Personalbedarf zu decken.

Dir liegen folgende Informationen vor: Im vergangenen Jahr wurden Aufträge mit einem Arbeitsaufwand von 3000 Stunden bearbeitet, jeder Mitarbeiter arbeitete 150 h in der Produktion. Im neuen Jahr gibt es mehr Arbeit, sodass mit 4200 Stunden gerechnet werden muss. Außerdem ist bekannt, dass 8 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen werden. Für die Hälfte wurde bereits ein Ersatz gefunden.

Wie hoch sind der Bruttopersonalbedarf, der fortgeschriebene Personalbestand und der Nettopersonalbedarf?

Bruttopersonalbedarf:

Um den Bruttopersonalbedarf zu berechnen, wird hier die sogenannte Kennzahlenmethode genutzt. Das bedeutet, aus dem gesamten Arbeitsaufwand und den Arbeitsstunden pro Mitarbeiter lässt sich herleiten, wie viele Mitarbeiter benötigt werden. Mathematisch ausgedrückt bedeutet das:

Bruttopersonalbedarf = Gesamter Arbeitsaufwand ÷ Arbeitsstunden pro Mitarbeiter

Bruttopersonalbedarf = 4200 Stunden ÷ 150 Stunden pro Mitarbeiter = 28 Mitarbeiter

Achtung: Da der Bruttopersonalbedarf immer für die Zukunft berechnet wird, musst Du den Arbeitsaufwand nehmen, der zukünftig anfallen wird. Das sind laut Aufgabe 4200 Stunden, nicht 3000 Stunden.

Fortgeschriebener Personalbestand:

Für diesen Wert greifen wir auf unsere Formel zurück, die Du oben kennengelernt hast:

Fortgeschriebener Personalbestand = Aktueller Personalbestand + geplante Personalzugänge – feststehende Personalabgänge

Das Problem dabei: Während die Abgänge (8 Mitarbeiter) und die Zugänge (4 Mitarbeiter) direkt in der Aufgabe stehen, müssen wir den aktuellen Personalbestand noch berechnen. Dazu nehmen wir dieselbe Formel wie beim Bruttopersonalbedarf, allerdings mit dem Arbeitsaufwand des vergangenen Jahres, also 3000 Stunden.

Aktueller Personalbestand = Gesamter Arbeitsaufwand ÷ Arbeitsstunden pro Mitarbeiter

Aktueller Personalbestand = 3000 Stunden ÷ 150 Stunden pro Mitarbeiter = 20 Mitarbeiter

Mit diesen Informationen können wir nun unsere erste Formel befüllen:

Fortgeschriebener Personalbestand = Aktueller Personalbestand + geplante Personalzugänge – feststehende Personalabgänge

Fortgeschriebener Personalbestand = 20 + 4 – 8 = 16 Mitarbeiter

Nettopersonalbedarf:

Hier können wir ebenfalls die Formel aus der Erklärung übernehmen:

Nettopersonalbedarf = Bruttopersonalbedarf – fortgeschriebener Personalbedarf

Nettopersonalbedarf = 28 – 16 = 12 Mitarbeiter

Ergebnis: Um alle Aufträge bearbeiten zu können, müssen 12 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Über das Unternehmen ist folgendes bekannt: Im vergangenen Jahr waren 12 Mitarbeiter angestellt, insgesamt wurde ein Umsatz von 150.000 Euro erwirtschaftet. Im kommenden Jahr soll der Umsatz verdoppelt werden, die Pro-Kopf-Leistung der Mitarbeiter soll um 20% erhöht werden. Außerdem muss damit gerechnet werden muss, dass 25% der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen werden. Allerdings wurden bereits 5 Mitarbeiter neu eingestellt, die im neuen Jahr mit der Arbeit beginnen werden.

Wie hoch sind der Bruttopersonalbedarf, der fortgeschriebene Personalbestand und der Nettopersonalbedarf?

Bruttopersonalbedarf:

Um den Bruttopersonalbedarf zu berechnen, sind ein paar Vorüberlegungen notwendig. Dazu nehmen wir am besten folgende Tabelle und setzen alle Werte ein, die wir aus der Aufgabe bereits kennen:

 Letztes JahrNächstes Jahr
(Geplanter) Umsatz150.000 Euro
(Geplante) Pro-Kopf-Leistung
(Geplante) Mitarbeiterzahl12 MitarbeiterBruttopersonalbedarf

 

Als erstes können wir die Pro-Kopf-Leistung des vergangenen Jahres berechnen:

Pro-Kopf-Leistung = 150.000 Euro ÷ 12 Mitarbeiter = 12.500 Euro pro Mitarbeiter

Ist Dir der Rechenweg klar? Wir wissen aus der Aufgabenstellung, dass im vergangenen Jahr mit 12 Mitarbeitern 150.000 Euro Umsatz erwirtschaftet wurden. Außerdem gehen wir davon aus, dass jeder Mitarbeiter den identischen Umsatz erarbeitet hat. Nun wollen wir wissen, wie viel ein Mitarbeiter erwirtschaftet hat. Dazu teilen wir den gesamten Umsatz auf die 12 Mitarbeiter auf. Mathematisch entspricht das genau der Formel, die wir oben genutzt haben.

Die Pro-Kopf-Leistung soll laut Aufgabenstellung im nächsten Jahr um 20% gesteigert werden. Wir rechnen also:

12.500 Euro/Mitarbeiter ∙ 1,2 = 15.000 Euro/Mitarbeiter

Ist Dir klar, warum wir „mal 1,2“ rechnen? Wenn sich ein Wert um 20% steigern soll, könnte man auch sagen, dass der Wert im nächsten Jahr 120% betragen soll. Schließlich sollen die aktuellen 100% erhalten bleiben, hinzu kommen weitere 20%. Deshalb könnte man rechnen: 12.500 Euro ∙ 120% = 15.000 Euro/Mitarbeiter

Weil das Prozentzeichnen schnell zu Fehlern führt, kann man auch 12.500 Euro ∙ 1,2 nehmen. Das ist mathematisch nämlich das Gleiche. Das Prozentzeichen heißt nichts anderes als „geteilt durch 100“. Damit sind 120% also 120 ÷ 100 = 1,2.

Jetzt wissen wir also, dass im nächsten Jahr 300.000 Euro Umsatz erwirtschaftet werden sollen, und pro Mitarbeiter ein Umsatz von 15.000 Euro erwartet wird. Daraus ergibt sich dann auch der Bruttopersonalbedarf, nämlich:

300.000 Euro ÷ 15.000 Euro pro Mitarbeiter = 20 Mitarbeiter

Diese Daten sehen in unserer Tabelle dann folgendermaßen aus. Unten rechts (fett markiert) steht der gesuchte Bruttopersonalbedarf:

 Letztes JahrNächstes Jahr
(Geplanter) Umsatz150.000 Euro300.000 Euro
(Geplante) Pro-Kopf-Leistung12.500 Euro15.000 Euro
(Geplante) Mitarbeiterzahl12 Mitarbeiter20 Mitarbeiter

 

Fortgeschriebener Personalbestand:

Die Basis für diese Rechnung ist die Formel, die ich Dir oben im Text erklärt habe:

Fortgeschriebener Personalbestand = Aktueller Personalbestand + geplante Personalzugänge – feststehende Personalabgänge

Wenn wir uns die Formel anschauen, fällt auf, dass wir die feststehenden Personalabgänge noch nicht kennen – zumindest nicht als absolute Zahl. Wir wissen aber, dass 25% des aktuellen Personalbestands das Unternehmen verlassen wird. Mathematisch bedeutet das:

Abgänge = 12 Mitarbeiter ∙ 0,25 = 3 Mitarbeiter

Anmerkung: Die 0,25 in der Rechnung ergeben sich nach derselben Logik wie die 1,2 in der Berechnung der geplanten Pro-Kopf-Leistung.

Damit haben wir die fehlende Information und können die Formel ausfüllen:

Fortgeschriebener Personalbestand = 12 + 5 – 3 = 14 Mitarbeiter

Nettopersonalbedarf:

Im letzten Schritt wollen wir noch den Nettopersonalbedarf berechnen. Dazu nutzen wir die Formel aus der Erklärung oben:

Nettopersonalbedarf = Bruttopersonalbedarf – fortgeschriebener Personalbestand

Nettopersonalbedarf = 20 – 14 = 6 Mitarbeiter

Ergebnis: Für das nächste Jahr müssen 6 weitere Mitarbeiter eingestellt werden, um das angestrebte Umsatzziel realisieren zu können.

Hier sind nochmal die Rechenschritte in der Übersicht

  1. Bruttopersonalbedarf berechnen
    a. Aktueller Bestand und geplante Mitarbeiterzuwachs sind angegeben.
    b. Es sind Kennzahlen vorgegeben, mit denen Du berechnen kannst, wie viele Mitarbeiter für diese Ziele benötigt werden (Kennzahlenmethode).
  2. Fortgeschriebenen Personalbestand berechnen
    a. Zu- und Abgänge sind bereits vorgegeben.
    b. Zu- und Abgänge müssen aus verschiedenen Werten ermittelt werden.
  3. Nettopersonalbedarf berechnen

Hast Du noch Fragen?

Nutze gerne die Kommentare, um Unklarheiten zu beseitigen.

49 Kommentare

  1. Michaela

    Hallo,
    ich habe folgende Aufgabe, die ich nicht verstehe:

    Schichtdienstplanung einer neuen Station,

    Es soll ein 3-2-1 Schichtmodell eingeführt werden. Schichtlänge Früh 5:30-14:00, Spät 13:30-22:00, Nacht 21:30-6:00

    Die Durchschnittliche Wochenarbeitszeit beträgt 38,5 std, die Ausfallzeit 20%, Pausen sind mit 30min zu berücksichtigen, wieviel VK sind erforderlich??

    Da die Wochenarbeitszeit 38,5 std beträgt, rechne ich nach Abzug der Ausfallzeit mit 7,7 std AZ pro Dienst, laut den vorgegebenen Arbeitszeiten sind es aber 8,5 bzw mit Abzug der 30min Pause 8 std. Ich verstehe nicht, welche Rolle die Pausen spielen, wenn die Nettoarbeitszeit eh 7,7 std pro Tag beträgt?

    Antworten
  2. Julius

    Also ich finde das gesamte Thema sehr logisch und einfach und auch gut erklärt.
    Nur in meiner Prüfung war die einzige Frage zu diesem kleinen Thema: “Um wie viel ist der Personalbestand gestiegen” obwohl er laut Aufgabe um 20 gefallen ist. leider bekommt man die kontrollierte Prüfung nur wenn man extra einen Termin an einer Uni dazu vereinbart, und keine Ahnung ob es mir das Wert ist, denn ich bin mir ziemlich sicher dass die Prüfung fehlerhaft war, um genau zu sein hier die Aufgabe:

    Um wie viel ist der Personalbestand gestiegen?
    Personalbestand am Jahresanfang: 1.000 Mitarbeiter
    Brutto-Personalbedarfsplanung am Jahresende: 1.050 Mitarbeiter
    Personalabgang während des Jahres: 20 Mitarbeiter
    Netto-Personalbedarf bis zum Jahresende: 55 Mitarbeiter

    Antworten
    • silbermond

      Hi Julius,

      bin gerade an Deiner Aufgabe hängengeblieben…

      1.050 – 980 (Bruttopersonalbedarf – fortgeschriebener Personalbestand) = 70 MA müssen neu eingestellt werden… oder?

      Gruß, Anne

      Antworten
  3. Ricky

    Hallo Torben,

    könntest du mir sagen, ob ich bei der quantitativen Personalbedarfsrechnung mit Hilfe der Rosenkranz-Formel ebenfalls eine Brutto-Netto Rechnung machen muss?

    Ich komme auf einen Personalbedarf von 8,9 Mitarbeiter, jedoch sind aktuell nur 6 MA in der Abteilung angestellt. Wie sieht dann hier die Rechnung aus?

    Es wäre klasse, wenn du mir weiterhelfen könntest.

    Viele Grüße
    Ricky

    Antworten
  4. Anja S.

    EINFACH KLASSE ! :) So einfach kann das Leben sein…
    Super erklärt – und verstanden – GANZ HERZLICHEN DANK, Torben!

    Antworten
    • Torben

      Sehr gerne! Es freut mich, wenn ich helfen kann :-)

      Antworten
  5. Catharina

    Führen Sie eine Brutto-/Nettopersonalbedarfsermittlung für ein inhabergeführtes
    Unternehmen mit aktuell 13 Mitarbeitern (davon 10 in Vollzeit, eine MAin mit
    Beschäftigungsgrad 0,7 im Büro, ein MA mit 0,3 Beschäftigungsgrad) sowie einem
    Auszubildenden durch. Berücksichtigen Sie folgende Zusatzinformationen, die Sie
    vom Inhaber erhalten haben, und formulieren Sie das Ergebnis der Planung aus:
    – Bisher wurde der Arbeitsanfall mit dem vorhandenen Personal abgedeckt
    – Auszubildende werden mit einer Arbeitskapazität von 80 % verrechnet
    – Im kommenden Geschäftsjahr werden 2 weitere Facharbeiter zur Erweiterung
    des Montageteams benötigt
    – Durch die steigende Anzahl an Kundenanfragen muss die Teilzeit-Bürostelle zu
    einer Vollzeitstelle ausgebaut werden
    – Einer der gewerblichen Auszubildenden wird nach Absolvierung seiner Prüfung
    im kommenden Jahr nicht übernommen.

    Antworten
  6. Rosi

    Hi, ich brauche bitte unbedingt deine Lösungen zu dieser Aufgabe. Vielen Dank !
    Ein Unternehmen produzierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 insg. 1Mio Stück. Im Unternehmen waren im Jahresdurchschnitt 250 Mitarbeiter beschäftigt. Personalbestand und -bedarf waren ausgeglichen.
    a. Wie lange (in Minuten) brauchte ein Mitarbeiter im Durchschnitt zur Produktion eines Stückes?
    Für das nächste Jahr wird wegen zusätzlicher Nachfrage mit einer Prdouktionssteigerung von 10% gerechnet. Aufgrund der Anschaffung einer neuen Maschine reduziert sich die Produktionszeit pro Stück um 5%. Darüber hinaus wird mit folgenden Personalzugängen- und -abgängen gerechnet: übernahme von 10 Azubis, 3 Mitarbeiter gehen in Ruhestand, zusätzliche natürliche Fluktuation 2%.
    b. Wie hoch sind der voraussichtliche Personalbedraf und -bestand im Jahr 2014?

    Antworten
  7. Nicole Kordetzky

    Hallo Torben,

    Meine Aufgabe wäre :

    In der Kundenerfassung wird die Vorgangsbearbeitung von Neukunden (A) , Bestandskunden (B) und Reklamationen (C) parallel durchgeführt. Die Planungsperiode für diese Leistungen umfasst vier Wochen à 40 Stunden.
    Vorgang A : Anzahl 300 , Bemessungswert 13min/ Vorgang,
    Vorgang B: Anzahl 3850, Benessungswert 8min/ Vorgang, Vorgang C : Anzahl 100, Bemessungswert 10min/Vorgang

    Ermitteln Sie den Einsatz- sowie den Reservebedarf und stimmen Sie Personalbedarf und -bestand für den Verwaltungsbereich ab. Berücksichtigen Sie bei der Planung zusätzlich 5% Zeitbedarf für längerfristige Störungen und eine Fehlquote von 8% für krankheits- bzw. urlaubsbedingte Fehlzeiten. Der derzeitige Personalbestand beträgt 3 Mitarbeiter.

    Antworten
    • Torben

      Hallo Nicole,

      die Aufgabe geht von den Anforderungen schon deutlich über Handels- oder Wirtschaftsfachwirt hinaus, aber lass uns trotzdem mal drauf schauen. Ich würde so rechnen:

      Im ersten Schritt musst du die notwendige Arbeitszeit berechnen. Dafür nimmst du immer die Anzahl der Vorgänge mal die benötigte Arbeitszeit. Für A sind das 3900 Minuten, für B 30800 Minuten und für C kommt man auf 1000 Minuten; insgesamt also 35700 Minuten bzw. 595 Stunden. Dazu kommen noch die 5% zusätzlicher Zeitbedarf aus der Aufgabenstellung, also 595*1,05 = 624,75 h. Diese Arbeitszeit muss alle vier Wochen geleistet werden.

      Für den Einsatzbedarf teilst du diese benötigte Arbeitszeit durch die reguläre Arbeitszeit eines Mitarbeiters, also 624,75 h / 160 h = 3,9 Mitarbeiter. Die 160 Stunden ergeben sich daraus, dass wir eine Planungsperiode von 4 Wochen à 40 Stunden betrachten.

      Für den Reservebedarf multiplizierst du dann den Einsatzbedarf mal die prozentualen Fehlzeiten, also 3,9 * 8 % = 0,31 MA.

      Zu guter Letzt müssen die rechnerischen Ergebnisse noch realistisch gemacht werden: 3,9 MA würde man auf 4 MA aufrunden, der Reservebedarf von 0,31 MA dürfte einer Halbtagsstelle entsprechen.

      Wenn du das Thema nochmal etwas ausführlicher anschauen möchtest, wirf mal einen Blick auf diese Website: https://prescreen.io/de/glossar/personalbedarf-berechnen/ Da ist es meiner Meinung nach schön erklärt.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  8. Meri

    Hallo Torben,

    Dankeschön für sehr hilfreiche Artikeln!

    Ich hätte eine Frage. Und zwar,könntest Du bitte zeigen ,welche Möglichkeiten gib es,damit man so allgemein(ohne bestimmte Zahlen in diesem Fall) den Personal-Zusatzbedarf berechnen kann?
    Wäre es korrekt: Soll-Personalbestand minus Ersatzbedarf minus zukünftiger Ist-Bestand?

    Oder Soll-Bestand minus gegenwärtiger Ist-Bestand?

    Habe lange überlegt ,aber komme leider nicht klar.

    Vielen Dank im voraus!

    Antworten
    • Torben

      Hallo Meri,

      der Zusatzbedarf ist dafür gedacht, einen kurzfristig höheren Personalbedarf zu decken. Man bräuchte also den regulären Personalbedarf (brutto) und den Personalbedarf für die Spitzenzeiten (brutto). Die Differenz aus den beiden Werten dürfte dann der Zusatzbedarf sein.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  9. Axinja Droste-Künne

    Ein herzliches Hallo,
    ich bin heute auf die Seite gestoßen, weil ich folgende Aufgabe zu lösen habe:
    Personalbemessungswert in Abhängigkeit von vorhandenen Tagespflegegästen
    Die Leitfrage: wie viele Peronalstunden kann ich in Abhängigkeit von der Anzahl der Tagespflegegäste am Tag vorhalten? Also vertretbar einsetzen. 100% Auslastung pro Tag 12 Gäste von Montag bis Freitag. Wir sind 4 MA:
    PDÖ mit 40 h/wö
    Fachkraftmit 20 h/wö
    Hilfskraftt mit 30h/ wö
    Hilfskraft mit 15h/wö
    Beispiel aus meiner Aufgabe :
    (Fiktive Zahlen)
    <12 Gäste =25 MA Std. jeweils
    14-15 Gäste = 30 MA Std.
    immer inkl. PDL(Leitung)
    Eine Überschreitung (Dienstplan) würde eine negative Abweichung zwischen Planung und Kalkulation sein.
    🤔hab mir auch schob Dezimalzahlen /Min. Umrechnungstabelle angeschaut…bin als Krankenschwester heillos überfordert und benötige Hilfe.
    LG Axinja

    Antworten
  10. Manuela

    Hallo Torben,
    ich stehe vor der Aufgabe den quantitativen Personalbedarf für einen Servicecenter in einem Krankenhaus zu berechnen. Die Arbeitszeit ist von Mo.-Fr. 8:00-18:00 Uhr und soll pro Schicht mit 2 Personen abgedeckt werden. Wie berechne ich das.

    Antworten
    • Torben

      Hallo Manuela,

      das kann man so allgemein leider nicht sagen, denn die Frage ist ja: Wie lange arbeiten die Mitarbeiter pro Tag? 8 Stunden oder sogar 10 Stunden? Nur halbtags? Sind alle Vollzeit eingestellt oder zum Beispiel nur gelegentlich da?

      Grundsätzlich gilt aber: Du kannst ja ausrechnen, wie viele Arbeitsstunden geleistet werden müssen, nämlich 2 x 10 = 20h pro Tag. Das macht wiederum 5 x 20 = 100 Stunden pro Woche. Auf diese Weise kannst Du die Gesamtzeit ausrechnen, die gearbeitet werden muss.

      Wenn Du Dann noch weißt, wie lange ein Mitarbeiter arbeitet, kannst Du durch einfaches Teilen den Personalbedarf ausrechnen.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
    • Teja

      Eine mittelständische Steuerberaterkanzlei am 01.01.2018 eine detaillierte Arbeits- und Zeitstudie durchgeführt. Im Laufe eines Monats treten durchschnittlich folgende Tätigkeiten mit der jeweils angegebenen durchschnittlichen Bearbeitungszeiten auf:

      Tätigkeiten Anzahl Bearbeitungsdauer
      Bilanzen bzw. Einnahmeüberschussrechnungen 12 15 Stunden
      Abschlüsse für Kapitalgesellschaft 9 24 Stunden
      Einkommensteuererklärung 20 10 Stunden
      Finanzbuchhaltungen/Lohnabrechnungen 40 6 Stunden
      Mandantengespräche 40 60 Minuten

      Nun möchte man den Personalbedarf für das Jahr 2019 schätzen. Aufgrund einer intensiven Kundenakquise geht man davon aus, dass die Anzahl der Mandantengespräche und Einkommensteuererklärungen jeweils um 10% steigen werden.

      Für weitere Nebenarbeiten werden die Mitarbeiter im Durschnitt 636 Minuten pro Woche auf.Der Erholzeitenzuschlag beträgt 12 % Fehlzeiten machen im Durchschnitt 60 Minuten pro Tag aus.Zurzeit arbeiten in dieser Steuerberaterkanzlei 13 Angestellte mit einer 35 Stunden- Woche.
      Folgende Angaben sind noch bekannt:
      – Am 01.04.2018 wird ein Mitarbeiter neu eingestellt. Der Arbeitsvertrag ist bereits unterschrieben.
      – Am 01.08.2018 werden zwei Mitarbeiter pensioniert.
      – Zum 01.05.2019 hat eine Mitarbeitern gekündigt.

      a) Wie hoch ist er Ausfallquotient? (2 Punkte)

      b) Berechnen Sie die Nebenarbeitszeit (2 Punkte)

      c) Berechnen Sie den notwendigen Verteilszeitfaktor (2 Punkte)

      d) Berechnen Sie den Brutto- Personalbedarf für 2019 und interpretieren Sie das Ergebnis (10 Punkte)

      e) Berechnen Sie den Netto- Personalbedarf für 2019. Interpretieren Sie das Ergebnis. (4 Punkte)

      Hallo Torben,
      ich stehe im 3. Versuch bei der Personalwirtschaftklausur und bin völlig ratlos.
      Die Aufgabe ist sehr ähnlich wie in der Klausur gestellt und Mathe war nie meine Stärke.
      Ich hoffe du kannst mir da weiterhelfen!
      Vielen Dank

      Antworten
      • Torben

        Hi Teja,

        das ist eine sehr komplexe Frage, die sich leider nicht in einem kurzen Kommentar beantworten lässt. Ich habe mich per Mail bei Dir gemeldet (torben@modu-learn.de), schau mal in dein Postfach. Falls da nichts ist, prüfe bitte auch nochmal den Spamordner.

        Viele Grüße
        Torben

  11. Silvio

    Hallo Torben,

    ich steh im Fernstudium gerade vor einer Aufgabe wo ich leider nicht durchsehe bzw. keinen Ansatz finde :(
    Vielleicht kannst du mir helfen.

    Ein Unternehmen plant wie folgt im kommenden Geschäftsjahr…
    Durchschnittlicher Umsatz pro Verkäufer = 550€
    Kundenkontakt der Mitarbeiter = 70 %
    Jahresarbeitszeit eines Mitarbeiters in Vollzeit= 1800Std.
    Vorgesehener Jahresumsatz= 15 Mio. €

    Wieviel Mitarbeiter werden benötigt (ohne Reservebedarf) umd die Vorgaben zu erfüllen?

    Vielen Dank für jede Hilfe

    Antworten
    • Torben

      Hallo Silvio,

      kann es sein, dass in der Aufgabenstellung eine Information fehlt? Der durchschnittliche Umsatz pro Verkäufer, für welchen Zeitraum gilt das denn? Ich nehme mal an, dass es pro Stunde ist. Dann könntest Du folgendermaßen rechnen:

      Ein Mitarbeiter arbeitet 1800 Stunden pro Jahr, hat aber nur 70% seiner Zeit Kundenkontakt. Folglich kann er nur in dieser Zeit Umsatz machen, d.h. insgesamt 0,7*1800 = 1260 Stunden lang. In dieser Zeit macht er pro Stunde 550 Euro Umsatz, pro Jahr also 550*1260 = 693.000 Euro.

      Wenn das Unternehmen 15 Mio Umsatz machen will und ein Mitarbeiter 693.000 Euro erzielt, braucht es 15.000.000 / 693.000 = 21,65, gerundet 22 Mitarbeiter.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  12. Niklas

    Hallo Torben, in dem Text schreibst du folgendes: “Als Nettopersonalbedarf bezeichnet man die Anzahl an Mitarbeitern, die ein Unternehmen neu einstellen bzw. entlassen muss, um den optimalen Personalbestand zu erreichen. Der optimale Personalbestand entspricht genau dem BRUTTOPERSONALBESTAND.” Sollte letzteres nicht eigentlich der Bruttopersonalbedarf sein?

    Antworten
    • Torben

      Hallo Niklas,

      da hast Du vollkommen Recht, anscheinend ist mir ein Tippfehler unterlaufen. Sorry… Die Stelle ist jetzt korrigiert. Danke für den Hinweis!

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  13. Vera

    Hallo zusammen, ich habe zwei widersprüchliche Bezeichnungen zu “Bruttopersonalbedarf” gefunden:
    1. Lehrbuch Büromanagement (Hug, Knauer, Lennartz, Speth, Waltermann)
    künftiger Personalbestand lt. Plan (Soll-Personalbestand)
    – aktueller Personalbestand (Ist-Personalbestand)
    = Personalbedarf, brutto
    (Zieht man hier noch die Zugänge ab und addiert die voraussitlichen Abgänge, hat man den Personalbedarf, netto).

    2. Auf dieser website sowie auf diversen anderen gilt aber der Soll-Personalbestand als Bruttopersonalbedarf (und nicht die Differenz von Soll-Ist).

    Welche Bezeichnung ist denn nun korrekt?

    Liebe Grüße,
    Vera

    Antworten
    • Torben

      Hallo Vera,

      das kann man leider nicht wirklich sagen, was korrekt ist. Bei solchen Dingen gibt es ja keine offizielle Definition, daher kann man wohl beides nehmen. Mir persönlich ist die zweite Version bekannter und gängiger. Für die Rechnung ist es übrigens egal, beide Wege führen zum identischen Nettobedarf.

      Entscheidend ist meiner Meinung nach sowieso, dass du die Zusammenhänge verstehst und erklären kannst. Und das scheint bei Dir ja der Fall zu sein, sonst wärst Du über so eine Feinheit gar nicht gestolpert. ;-)

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  14. Claudia

    Hallo, ich steh total auf dem Schlauch.
    Ich soll für die Bearbeitung eines Projektes den quantitativen Personalbedarf ermittel. DerZeitaufwand wird mit 100 Manntagen ( eine Person alleine würde 100 Tage zur Bewältigung des Projektes benötigen) Zune 8 Stunden angenommen. Die tägliche Arbeitszeit entspricht ebenfalls 8 Stunden. Für Krankheit und Urlaub ist eine Fehlqoute von 15% berücksichtigt.

    Ich soll die Anzahl der erforderlichen Arbeitspersonen berechnen für den Fall,dassdas Projekt innerhalb von 15 Arbeitstage n abgeschlossen sein soll. Und die Mehrarbeit berechnen, wenn 6 Arbeiter zur Verfügung stehen.

    Antworten
    • Torben

      Hallo Claudia,
      kein Problem, dann lass uns schrittweise durch die Aufgabe gehen:

      Zuerst müssen wir ausrechnen, wie viel Arbeitszeit das Projekt insgesamt erfordert. Laut Aufgabe soll es 100 Tage à 8 Stunden beanspruchen, mit anderen Worten 100 * 8 = 800h.

      Anschließend berechnen wir die Leistung eines Mitarbeiters pro Tag. Das wären grundsätzlich 8h, allerdings müssen wir davon 15% Fehlzeit abziehen, sodass nur 85% tägliche Arbeitszeit tatsächlich geleistet werden. Das ergibt 8h * 0,85 = 6,8 h.

      Jetzt kommt die Zusatzinfo ins Spiel, dass das Projekt in 15 Tagen fertig sein soll. Ein einzelner Mitarbeiter kann in 15 Tagen insgesamt 15 * 6,8h (tägliche Netto-Arbeitszeit) = 102h leisten.

      Damit können wir ausrechnen, wie viele Mitarbeiter benötigt werden, indem wir den Gesamtaufwand durch die 15-Tage-Leistung eines Mitarbeiters teilen. Also 800h / 102 h = 7,84 MA, gerundet 8 MA. Wir brauchen also 8 Mitarbeiter, um das Projekt in 15 Tagen abschließen zu können.

      Wenn nur 6 Mitarbeiter zur Verfügung stehen, wird das Projekt etwas länger dauern. Ähnlicher Rechenweg: 6 Mitarbeiter schaffen pro Tag eine Arbeitsleistung von 6*6,8h = 40,8h. Für das Projekt brauchen sie dann 800h / 40,8h = 19,61 Tage.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. :-)

      Torben

      Antworten
      • Claudia

        Hallo Torben,

        da verstehe ich so langsam. Aber wie berechene ich die erforderliche Mehrarbeit pro Mitarbeiter pro Tag, wenn wirklich nur 6 Mitarbeiter zur Verfügung stehen und das Projekt definitiv in 15 Tagen fertig sein soll.

      • Torben

        Hi Claudia,

        bevor ich Deine Frage beantworte, muss ich einen Hinweis geben: Ich bin nochmal über die Aufgabe gestolpert und musste leider feststellen, dass ich einen kleinen Denkfehler in der Rechnung hatte :-( Sorry!! Ich habe meinen ersten Kommentar korrigiert, damit hier nichts falsches steht. Bitte schau ihn dir nochmal an. Der entscheidende Unterschied: Die 15% Fehlquote auf die 800h aufzuschlagen, ist Quatsch. Stattdessen werden die 15% von den 8h täglicher Arbeitszeit abgezogen. Das macht es zum Verstehen sogar etwas einfacher.

        Nun zu Deiner ergänzenden Frage: Wenn das Projekt trotz der geringen Mitarbeiterzahl in 15 Tagen fertig sein soll, dann musst du mit den gegebenen Werten rechnen, nämlich: 800h Projektaufwand, 15 Tage Zeit und nur 6 Mitarbeiter. Die passende Rechnung dazu:

        800h / 15 Tage / 6 MA = 8,89 h pro Mitarbeiter und Tag.

        Zum Verständnis: Du teilst die 800h erst auf die 15 Tage auf, also 800/15 = 53,33h. Anschließend wird die täglich zu erbringende Leistung auf die 6 MA aufgeteilt (also geteilt durch 6), dann ergeben sich die oben genannten 8,89h. Diese Arbeitszeit muss tatsächlich gearbeitet werden, da sind keine Fehlquoten eingeflossen.

        Will man hier dennoch die Fehlquote berücksichtigen (quasi um den MA einen Richtwert vorzugeben, schließlich wird Krankheit vom MA nicht “geplant”), dann muss man den Wert für die Arbeitszeit erhöhen. Dann sind die 8,89h nur die 85% effektive Arbeitszeit. 100% und damit die Vorgabe für die MA sind dann 8,89/0,85 = 10,46h.

        Viele Grüße
        Torben

  15. Anke

    Gibt es eine Unterscheidung zwischen Bruttopersonalbestand und Bruttopersonalbedarf? Wir haben übrigens in der Berechnung noch einen Zwischenschritt gemacht. Wir verrechnen mit dem Bruttopersonalbedarf noch die Bedarfsveränderungen und haben dann einen “angepassten Bruttopersonalbedarf” und nehmen das dann als Ausgangsgröße um den fortgeschriebenen Personalbestand abzuziehen.

    Antworten
    • Torben

      Hallo Anke,

      lass dich nicht zu sehr von den Begrifflichkeiten verwirren. Es kann durchaus sein, dass unterschiedliche Bücher oder Lehrer verschiedene Begriffe benutzen. Daher kann auch je nach Aufgabe dein Zwischenschritt vorkommen oder nicht. Beides ist richtig.

      Wichtig ist, dass du im Grundsatz den Unterschied zwischen Brutto und Netto anwenden kannst. Brutto ist die Basis, die durch die Rechnungen in den Nettopersonalbedarf umgewandelt wird. Wie gesagt, die Wege dahin können unterschiedlich sein. Bei den Begriffen “-bestand” und “-bedarf” gibt es einen Unterschied: Bedarf ist immer die Anzahl der MA, die ich noch brauche (bzw. weniger brauche). Der Bestand gibt immer an, wie viele MA ich zurzeit habe.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  16. Jennifer

    Hallo. Ich hoffe du kannst mir weiterhelfen. Ich hänge an folgender Aufgabe und kann auch die Lösung nicht nachvollziehen.

    Die Firma A beschäftigt aktuell 52 MA . Das sind 104% des derzeitigen Sollpersonalbedarfs. 20% dieses Sollbedarfs entfallen auf die Personal Reserve. Da die Reserve im Jahr nur wenig ausgelastet wird, besteht in der übrigen Zeit ein Personalüberhang von 10% der den gesamten Personalaufwandes ausmacht. Daher entschließt die Firma, die Personalreserve auf nur noch 10% des Einsatzbedarfs zu verringern. Durch Leiharbeiter will man in Zukunft Ausfälle auffangen.
    Die Firmenleitung erstellt daher eine Personalbedarfsplanung für die kommende Planungsperiode (t0-t1). Neben der beschlossene Verringerung des Reservebedarfs gehen folgende Daten in die Bedarfsermittlung mit ein: Einsatzbedarf soll in der Planungsperiode um 25% zunehmen. Der Ersatzbedarf wird mit 7 MA angenommen.

    Berechnen Sie:
    a) den Gesamt-(Soll-) Bedarf der Produktion in t1
    b) den Beschaffungs-Freistellungsbedarf bis t1.

    Die Lösung bei a) 52MA *0,8*1,25*1,1/ 1,04= 55 MA
    Die Lösung zu b) 55MA – 52 MA +7 MA =10 MA

    Lösung b) kann ich sehr gut nachvollziehen! Aber bei a) ……nix. Woher kommt diese Formel?

    Ich danke dir schon mal vorab!

    Liebe Grüße
    Jenny

    Antworten
    • Torben

      Hi Jennifer,

      lass uns die Rechnung schrittweise anschauen und die Reihenfolge etwas verändern. Dann sollte die Rechnung hoffentlich etwas klarer werden:

      1. /1,04: Wir starten bei den 52 MA, die aktuell beschäftigt sind und laut Aufgabe 104% des Sollbedarfs ausmachen. Für die Planung interessieren uns aber 100% Sollbedarf, denn 104% sind eigentlich etwas zu viele MA. Dazu müssen wir den Bedarf herunterrechnen, also 52 / 1,04 = 50 MA.

      2. *0,8: Von diesem Sollbedarf (50 MA) sind laut Aufgabe 20% Reserve, also nur 80% Einsatzbedarf (in t0). Dieser Einsatzbedarf wird nun berechnet, es ergeben sich 50*0,8 = 40 MA.

      3. *1,25: In t1 soll der aktuelle Einsatzbedarf (40 MA) um 25% gesteigert werden, dafür müssen wir mit 1,25 multiplizieren. Das ergibt 40*1,25 = 50 MA. Wir haben also in t1 einen Einsatzbedarf von 50 MA.

      4. *1,1: Nun müssen wir noch den Reservebedarf hinzurechnen. Der soll laut Vorgaben bei 10% des Einsatzbedarfs liegen. Wir rechnen also 50*1,1 = 55 MA.

      Diese 55 MA stellen den Gesamtbedarf für die kommende Periode dar. Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  17. Sarah

    Folgende Ausgangssituation:

    In der Zentrale der Zoomania GmbH ist expansionsbedingt für das nächste Geschäftsjahr eine Aufstockung um 10 Stellen geplant. Folgende weitere Veränderungen sind Ihnen zum jetzigen Zeitraum bereits bekannt:

    1 Mitarbeiter wird in den Ruhestand treten

    2 Mitarbeiterinnen sind schwanger und haben bereits angekündigt, dass sie die volle Elternzeit nehmen werden

    1 Mitarbeiterin kommt aus der Elternzeit zurück.

    3 Auszubildende, die im Sommer Prüfung machen, haben bereits Arbeitsverträge in Ihrem Unternehmen unterschrieben

    2 Mitarbeiter haben gekündigt und werden das Unternehmen in den nächsten Wochen verlassen

    5 Arbeitsverträge wurden bereits neu abgeschlossen

    Statistisch wird zusätzlich mit einer Fluktuation bis Ende des Geschäftsjahres von 5% gerechnet. (ggf. aufrunden!)

    a) Ermitteln Sie (rechnerisch nachvollziehbar) den Nettopersonalbedarf. ( 6 Punkte)

    Den aktuellen Personaldbestand oder weitere Informationen habe ich nicht gegeben. Kann ich den Nettopersonalbedarf dennoch ausrechnen und wenn ja, wie?

    Vielen Dank schonmal :-)

    Antworten
    • Torben

      Hallo Sarah,

      das ist eine spannende Aufgabe! Grundsätzlich kannst Du folgendermaßen vorgehen:

      Erst ermittelst Du alle feststehenden Zugänge, das sind hier 9 Mitarbeiter (1 MA kommt aus der Elternzeit, die 3 Azubis und die 5 neuen Arbeitsverträge).
      Dann berechnest Du alle Abgänge, in diesem Fall 5 (1mal Ruhestand, 2mal Elternzeit und 2 Kündigungen).
      Nun kannst Du den Nettopersonalbedarf berechnen, nämlich 10 MA – 9 MA + 5 MA = 6 MA.

      Wahrscheinlich ist Dir aufgefallen, dass ich die Fluktuation erstmal weggelassen habe. Sie ist nämlich genau der Knackpunkt der Aufgabe. Dieser Wert bezieht sich normalerweise auf den aktuellen Personalbestand. Wenn wir beispielsweise 100 MA haben und 5% Fluktuation angenommen wird, steigt der Nettopersonalbedarf um 5 MA. Diese Information fehlt und meiner Meinung nach kann man aus den gegebenen Werten nicht auf die notwendigen Werte schließen. Das ist etwas seltsam. Hinzu kommt, dass es unterschiedliche Rechenwege für die Fluktuationsquote gibt…

      Woher stammt denn deine Aufgabe? Hast Du eine offizielle Lösung (eine Zahl würde schon reichen)? Dann könnte ich versuchen, auf den Lösungsweg zu schließen und dir hoffentlich weiterhelfen.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  18. Berni

    Hallo ich habe eine Frage

    Bruttopersonalbedarf
    + Abgänge
    – Zugänge
    =Netto PA Bedarf

    warum rechne ich Abgänge dazu und Zugänge weg? Ist dies IMMER so der Fall? Haben im September Prüfungen und da verhau ich mich einfach immer wieder…

    VIelen dank für diese tolle Seite!!!

    Antworten
    • Torben

      Hallo,
      erstmal vielen Dank für das nette Kompliment zu den Inhalten :-)

      Nun zu Deiner Frage: Kurz vorweg: Die Formel, die du aufschreibst, ist nicht ganz vollständig. Es fehlt noch der aktuelle Personalbestand. Korrekt müsste es heißen: Bruttopersonalbedarf – akt. Personalbestand – Zugänge + Abgänge = Nettopersonalbedarf.

      Die Vorzeichen sind aber richtig.

      Dass man Abgänge dazurechnet und Zugänge abzieht, kannst du dir damit erklären, dass es sich um einen Bedarf handelt. Also: Wie viele Mitarbeiter brauche ich noch?

      Wenn du einen Zugang hast (sprich ein neuer Mitarbeiter kommt), dann sinkt (!) dein Bedarf. Schließlich musst du nun einen Mitarbeiter weniger finden. Daher rechnet man an dieser Stelle Minus.

      Wenn Du hingegen einen Mitarbeiter verlierst (also einen Abgang verzeichnest), dann steigt (!) Dein Bedarf. Daher musst Du Plus rechnen, schließlich musst du einen zusätzlichen Mitarbeiter finden, der den alten Mitarbeiter ersetzt.

      Ich hoffe, das macht die Sache etwas klarer. :-)

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  19. Anina

    Hallo, ich hätte da auch mal eine Frage. Und zwar ist mir theoretisch klar, wie man ermittelt, wieviele Mitarbeiter man braucht, um DINGE herzustellen. Aber wie mache ich das im medizinischen Bereich? Habe die Situation, dass die Mitarbeiter sich “überlastet” fühlen und die “Qualität” leidet (zu wenig Zeit für die Patienten, keine Zeit für Pausen, Essen, Trinken etc), aber trotzdem ist ja am Ende des Tages die Praxis leer u der Umsatz da. Wie beziehe ich diese Faktoren in die Rechnung ein?
    Danke im Voraus, Anina

    Antworten
    • Torben

      Hallo Anina,
      in Deinem Fall ist weniger die reine Rechnung die Herausforderung, sondern eher die Frage, wie man Deine Situation in Zahlen ausdrücken kann. Beispielsweise könnte man aus der Erfahrung ermitteln, um wie viele Patienten sich ein Mitarbeiter durchschnittlich kümmern kann (pro Stunde, pro Tag etc.). Daraus lässt sich dann berechnen, wie viele MA benötigt werden, um alle Patienten zu behandeln (Bruttopersonalbedarf). Wenn die MA zurzeit überlastet sind, bearbeiten sie anscheinend mehr Patienten als sinnvoll wäre.
      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  20. Markus Baron

    Hallo!
    Habe eine Frage zum Personalbedarf.
    Ausgangssituation:
    – Neue Produktion aufbauen, dafür neue Mitarbeiter einstellen
    – Neue Mitarbeiter müssen eingearbeitet werden, was parallel geschieht
    – Leistung pro MA: 70 Stk.
    – Monat hat 21 Tage
    – durchschn. Anwesenheit je MA inkl. Urlaub: 90% Gesamtarbeitszeit (252 Tage im Jahr)
    – 30 Tage Urlaub gewährt

    Nach Einarbeitung steigt die Produktivität:
    1. Monat:85%
    2. Monat:90%
    3. Monat ff.:100%

    Der Produktionsleiter stellt folgende Planung für das Jahr auf:
    Okt. 16 – 5000 Stk.
    Nov. 16 – 7000 Stk.
    Dez. 16 – 8000 Stk.
    Jan. 17 – 12000 Stk.
    Feb. 17 – 15000 Stk.
    Mrz. 17 – 25000 Stk.
    Apr. 17 – 54000 Stk.
    Mai 17 – 112000 Stk.
    Jun. 17 – 202000 Stk.
    Jul. 17 – 203000 Stk.
    Aug. 17 – 205000 Stk.
    Sep. 17 – 300000 Stk.

    Frage: Wieviele MA benötige ich auf monatlicher Basis?

    Antworten
    • Torben

      Hi Markus,
      spannende Frage! Leider ist die Aufgabe zu komplex, um sie hier kurz in den Kommentaren zu beantworten. Ich werde mich im Laufe des Tages per Mail an Dich wenden, dann kann ich Dir bestimmt weiterhelfen.
      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  21. Freddi

    Hallo, ich habe folgende Aufgabe:
    Das Unternehmen wird zum Ende des Geschäftsjahres 48,5 Mitarbeiter beschäftigen.
    Das Unternehmen erzielt in diesem Jahr einen Umsatz von 11,25 Mio. €. Für das kommende Jahr ist eine Umsatzsteigerung von 2 % geplant.
    Die Personalleistung bzw. Pro-Kopf-Leistung soll um 3 % gesteigert werden.
    Folgende Personalveränderungen sind für das nächste Geschäftsjahr bekannt:
    • Drei Mitarbeiter gehen in Ruhestand.
    • Zwei Mitarbeiter werden aus der Elternzeit zurückkehren.
    • Zwei befristete Verträge laufen aus; einer der Mitarbeiter soll in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden.
    • Die durchschnittliche Kündigungsquote beträgt 2,1 %.

    Ich bin mir unsicher, welche geplante Größen sind und welche feststehende. Beim Bruttopersonalbedarf habe ich bei den neuen Stellen wie in ihrem Beispiel Planumsatz / Planpersonalleistung gerechnet, wobei aber 0 rauskommt. Auch die Mitarbeiterzahl von 48,5 versunsichert mich.

    Danke im Vorraus

    Antworten
    • Torben

      Hallo Freddi,
      lass uns die Aufgabe schrittweise durchgehen, dann wird hoffentlich einiges klarer:

      1. Zuerst schauen wir uns das vergangene Jahr an: 48,5 MA erwirtschaften 11,25 Mio Euro Umsatz. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Leistung von 11.250.000 Euro / 48,5 MA = 231.958,76 Euro pro MA. Das ist der Umsatz, den jeder MA durchschnittlich erzielt hat. Dabei sollte dich der “halbe Mitarbeiter” nicht verunsichern. Das ist einfach ein Kollege, der nur halbtags arbeitet.

      2. Nun sollen sich Umsatz und Pro-Kopf-Leistung im neuen Jahr erhöhen. Dazu rechnen wir die geplanten Steigerungen auf die bisherigen Werte drauf, also:
      Planumsatz = 11.250.000 Euro * 1,02 = 11.475.000 Euro
      Geplante Pro-Kopf-Leistung = 231.958,76 * 1,03 = 238.917,52 Euro
      Diese Werte sind die Grundlage für den Personalbedarf.

      3. Wenn 11.475.000 Euro Umsatz erzielt werden sollen und pro Mitarbeiter 238.917,52 Euro erwartet werden, braucht das Unternehmen:
      Bruttopersonalbedarf = 11.475.000 / 238.917,52 = 48,03 MA, gerundet 48 Mitarbeiter.

      4. Um den Nettopersonalbedarf zu berechnen, brauchen wir erst den fortgeschriebenen Personalbestand. Das sind die Änderungen, die schon feststehen. Laut Aufgabe rechnen wir dann:
      Fortgeschriebener Personalbestand = 48,5 – 3 + 2 – 1 – 1 = 45,5 MA
      Wie kommen die Zahlen zustande?
      -3 für die MA, die in den Ruhestand gehen
      +2 für die Kollegen, die aus der Elternzeit zurückkehren
      -1 für den MA, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Der andere wird nicht weiter berücksichtigt, da er vorher da war und mit einem neuen Vertrag immer noch da ist.
      -1, weil mit einer Kündigung zu rechnen ist (2,1% von 48,5 MA werden voraussichtlich gehen, also 48*0,021 = 1,02, gerundet 1)

      5. Nun können wir den Nettopersonalbedarf recht einfach mit der Formel ermitteln, also:
      Nettopersonalbedarf = 48 – 45,5 = 2,5

      Ergebnis: Das Unternehmen muss für das kommende Jahr 2,5 neue Mitarbeiter einstellen, um die geplanten Ziele zu erreichen.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
      • Freddi

        Super vielen Dank,
        aber beim Brutto kommst du doch auf 48 MA und unten beim Netto rechnest du plötzlich wieder mit den Anfänglichen 48,5 ?! Man muss doch dort den Bruttowert welcher ja 48 MA sind und den fortgeschrittenen subtrahieren.

      • Torben

        Stimmt, da ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. In Schritt 5 muss man natürlich von 48 Mitarbeitern ausgehen und dann den fortgeschriebenen Personalbestand abziehen. Ich hab’s korrigiert :-) Danke für den Hinweis!

  22. Phil

    Folgende Frage: wenn in der Prüfungsaufgabe nicht steht das 2 MA in Elternzeit gehen, sondern diese nur als Schwanger betitelt werden, ist es dann Pflicht diese zum Nettobedarf dazu zu rechnen? Es könnte doch genauso sein, dass der Mann in Elternzeit geht.. oder verfüge ich mich damit?

    Antworten
    • Torben

      Hallo Phil,

      ganz allgemein lässt sich die Frage schwierig beantworten, denn allein mit dem Begriff schwanger ist das Ganze natürlich etwas schwammig formuliert. Du solltest aber folgendes bedenken: Wenn eine Mitarbeiterin schwanger ist, wird sie in jedem Fall für eine gewisse Zeit ausfallen, selbst wenn der Mann anschließend in Elternzeit geht. Wenn es also um kurzfristigen Personalbedarf geht, würde ich auch die Schwangeren als Abgänge werten, sodass sich der Personalbedarf erhöht. Bei längerfristiger Planung kommt es auf die Details an, schließlich kommt die Mitarbeiterin irgendwann wieder zurück. Dazu würde ich mir dann die Aufgabe im Einzelfall ganz genau anschauen.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten
  23. Skye

    Hervorragend erklärt, tolle Beispiele!
    Vielen Dank für diesen Artikel!

    Antworten
    • Torben

      Danke für das Lob! Freut mich, dass ich helfen konnte :-)

      Antworten
  24. Viktoria Lindt

    Guten Tag, ich habe eine Frage zum Personalbedarf.
    Folgender Fall:Ich habe 10 Mitarbeiter im Jahr 2015, 1 Mitarbeiterin ist seit 2014 in Elternzeit, 2016 habe ich eine Schwangere Mitarbeiterin die bis zur gesetz. Mutterschutzfrist bleibt, aber nur in Teilzeit anstatt in Vollzeit da sie ihrer Beschäftigung nicht mehr nachgehen kann (Infektionsgefahr). Nach dem Mutterschutz geht sie in Elternzeit. Wie errechne ich jetzt ob ich Personal benötige?

    Danke im voraus

    Antworten
    • Torben

      Hallo Viktoria,

      dafür müsstest du die drei Schritte aus der grauen Box am Ende schrittweise durchgehen.
      1. Bruttopersonalbedarf, also “Wie viele Mitarbeiter sollen angestellt sein?” Sollen es bei dir die 10 Mitarbeiter bleiben? Oder braucht ihr sogar mehr/weniger Kollegen in 2017?

      2. Fortgeschriebenen Personalbestand berechnen, das bedeutet: Erst schaust du, wie viele Mitarbeiter aktuell angestellt sind, davon ziehst du alle feststehenden Abgänge ab (z.B. die schwangere Kollegin, die in Elternzeit geht) und addierst alle feststehenden Zugänge (z.B. die Mitarbeiterin, die aktuell in Elternzeit ist, falls sie 2017 zurückkehrt).

      3. Aus den beiden Werten kannst du den Nettopersonalbedarf berechnen (Bruttopersonalbedarf – fortgeschriebenen Personalbestand). Wenn eine positive Zahl herauskommt, müssen so viele Mitarbeiter eingestellt werden. Ist die Zahl negativ, sind zu viele Mitarbeiter eingestellt.

      Kleiner Tipp: Für die Teilzeitstelle kannst du mit 0,5 rechnen.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Falls nicht, melde dich gerne mit einer Nachricht an mich.

      Viele Grüße
      Torben

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das war noch längst nicht alles...

Auf Modulearn werden regelmäßig neue Themenpakete, Übungsaufgaben und Lerntipps veröffentlicht. Melde Dich jetzt zum Newsletter an, um nichts Wichtiges zu verpassen.

Ich bin mit der Nutzung meiner Daten gemäß Datenschutzerklärung einverstanden. Ein Widerruf ist jederzeit möglich.*

WIE WÄR'S MIT NOCH MEHR LERNTIPPS UND ERKLÄRUNGEN?

Einfach Newsletter abonnieren und Willkommensgeschenk erhalten.
ICH BIN DABEI
close-link
GRATIS ÜBUNGEN